„Creative City Branding“ belebt neun thailändische Provinzen bis 2026 neu

Die neue Initiative der Creative Economy Agency (CEA) zielt darauf ab, kreative Stadtmarken in neun thailändischen Provinzen zu entwickeln.

Dabei sollen wirtschaftliches Wachstum, Tourismus und lokaler Stolz gefördert werden, indem die jeweilige einzigartige Identität und das kulturelle Erbe jeder Stadt hervorgehoben werden.

Die Creative Economy Agency (CEA) hat ein ambitioniertes Projekt zur Förderung von „Creative City Branding“ in neun Provinzen Thailands gestartet.

Die Initiative mit dem Namen CEA Creative City & Place Branding soll das Potenzial lokaler Städte erschließen, indem eine klare Identität entwickelt und die sektorübergreifende Zusammenarbeit gestärkt wird.

Anstatt sich auf reines Marketing oder Imagepflege zu konzentrieren, legt das Projekt den Fokus auf die Schaffung von Mehrwert und Erlebnissen, die sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für Besucher relevant sind.

Aufbau einer neuen Identität für thailändische Städte
Das Projekt wird zunächst in Nakhon Si Thammarat, Pattani, Ratchaburi, Lamphun, Ubon Ratchathani, Si Sa Ket, Singburi, Sakon Nakhon und Phetchaburi pilotiert.

Diese Provinzen durchlaufen einen umfassenden Prozess zur Entwicklung ihrer jeweiligen „Creative City Brands“ – von der Analyse des städtischen Potenzials und der Identität über die Festlegung strategischer Ausrichtungen bis hin zur Umsetzung konkreter Projekte zur Stärkung des Stadtimages.

Jede der neun Provinzen bringt eine unverwechselbare „lokale DNA“ mit, die sich in eine glaubwürdige Stadtmarke übersetzen lässt:

Nakhon Si Thammarat mit seinem lebendigen südthailändischen Kulturerbe, Handwerk und seiner Tempelkultur;

Pattani als multikulturelle Küstenstadt, geprägt von malaiisch-thailändischen Traditionen, Glauben, Küche und maritimem Handel;

Ratchaburi mit einer starken handwerklichen Basis – von Keramik und Kunsthandwerksgemeinschaften bis hin zu Märkten am Fluss;

Lamphun, verwurzelt in der Lanna-Geschichte und einem entschleunigten Lebensstil, mit Textilien und historischen Stätten im Zentrum;

Ubon Ratchathani, bekannt für Kreativität entlang der Mekong-Grenze, Festivaltraditionen und zeitgenössische Isaan-Kunst;

Si Sa Ket mit ausgeprägter agrarischer Identität und vom Khmer-Erbe geprägter Kultur im unteren Nordosten;

Singburi mit der Geschichte der zentralen Tiefebene – lokaler Küche, Flussleben und Gemeinschaftstraditionen;

Sakon Nakhon mit reichem indochinesischem Erbe, religiösen Routen und kulturübergreifendem Handwerk;

sowie Phetchaburi, das Geschichte aus der Königszeit mit Esskultur, traditionellen Süßspeisen und einer kreativen Küstenlandschaft verbindet.

Diese Stärken sollen zu ortsbezogenen Erlebnissen weiterentwickelt werden – nicht nur zu bloßen Slogans.

Ein ganzheitlicher Ansatz der Stadtentwicklung
Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die sich auf Logos oder Slogans beschränken, konzentriert sich die Initiative Creative City & Place Branding auf den Aufbau der Stadtidentität von innen heraus.

Das bedeutet, Städte durch die Menschen, Ressourcen und Stärken zu entwickeln, die in der jeweiligen Region bereits vorhanden sind.

Die CEA fungiert dabei sowohl als Beraterin als auch als Mentorin und unterstützt lokale Behörden beim Aufbau einer starken, nachhaltigen und anpassungsfähigen Zusammenarbeit über alle Sektoren hinweg.

Das Programm orientiert sich an internationalen Beispielen des City & Place Branding.

So nutzten Städte wie Liverpool und Manchester im Vereinigten Königreich kreative Industrien und lokale Identität, um ehemalige Industriestädte neu zu beleben.

Ähnlich haben Städte in Japan wie Kanazawa und Nagoya kulturelle und gemeinschaftsbasierte Stadtentwicklung eingesetzt, um qualitätsorientierte Touristen anzuziehen und zugleich lokale Traditionen zu bewahren.

Fokus auf lokale Stärken und kulturelle Identität
Eines der Kernelemente des Projekts ist die Hervorhebung der „wahren Identität“ jeder Stadt.

Der Fokus liegt dabei auf kulturellem Erbe, Lebensweise, lokalen Unternehmen und regionalen Ressourcen.

Auf diese Weise soll nachhaltiger Wert geschaffen und einzigartige Erlebnisse entwickelt werden, die über reines Branding hinausgehen.

Ziel ist es, Städte auf nachhaltige Weise lebenswert, investitionswürdig und besuchenswert zu machen.

Zentrale Programme im Jahr 2026
Die Initiative konzentriert sich zwischen Januar und August 2026 auf die Entwicklung von vier zentralen Programmen:

  1. Entwicklung von Strategien zur Steigerung des Stadtwerts
  2. Gestaltung von Stadtmarkenidentitäten
  3. Durchführung von Online- und Vor-Ort-Aktivitäten zum Markenaufbau
  4. Organisation von Seminaren zur Weitergabe von Ergebnissen und Wissen

Diese Maßnahmen sollen die Vorteile des City Branding landesweit verbreiten, eine breitere Anwendung des Creative-Economy-Ansatzes fördern und sicherstellen, dass jede Stadt ihr einzigartiges Potenzial nutzen kann.

Der Weg zu nachhaltigem wirtschaftlichem Wachstum
Das Projekt Creative City & Place Branding besitzt das Potenzial, sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Vorteile zu schaffen.

Durch die Stärkung der kreativen Wirtschaft, die Gewinnung qualitätsorientierter Touristinnen, Touristen und Investoren sowie die Förderung kreativer Unternehmen trägt die Initiative zur Bewahrung und Weiterentwicklung lokaler Kulturen bei.

Zugleich stärkt sie die internationale Wahrnehmung der Städte und unterstützt nachhaltige Stadtentwicklungspolitiken.

Langfristig zielt das Projekt darauf ab, klare Stadtidentitäten zu schaffen, die von allen relevanten Akteuren anerkannt werden.

Dies soll zu stabilem und nachhaltigem Wachstum der thailändischen Kreativwirtschaft führen.

Durch diese Initiative können Thailands Städte aus ihren eigenen Besonderheiten heraus wachsen und zu Vorbildern auf lokaler, nationaler und globaler Ebene werden.


Kommentar

Copyright 2022, All Rights Reserved.
Website-Besuchsstatistiken : 163,636,613