5 verborgene Juwelen in weniger bekannten Städten Thailands warten auf Ihre Entdeckung

Der Tourismus in sogenannten Sekundärstädten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gründe dafür sind unter anderem der Wunsch, überfüllte Reiseziele zu meiden, die Suche nach neuen und einzigartigen Erlebnissen, der Einfluss von Bewertungen in sozialen Medien sowie das wachsende Interesse am religiösen Tourismus.

Sekundärstädte – also Provinzen, die nicht zu den klassischen touristischen Hotspots zählen und in der Regel weniger als vier Millionen Besucher pro Jahr anziehen – erfreuen sich bei thailändischen wie auch internationalen Reisenden wachsender Beliebtheit. Viele suchen gezielt nach Alternativen zu überlaufenen Destinationen, um authentischere Erfahrungen zu sammeln.

Das Kasikorn Research Center prognostiziert, dass der Anteil inländischer Reisen thailändischer Touristen in Sekundärstädte im Jahr 2025 auf 41,4 % steigen wird, verglichen mit 41,3 % in den ersten fünf Monaten dieses Jahres. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 32,3 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 (vor der Covid-19-Pandemie).

Beispielsweise verzeichneten Provinzen wie Suphan Buri, Chiang Rai, Samut Songkhram und Ubon Ratchathani jeweils über zwei Millionen inländische Besucher. Damit übertrafen sie bekannte Reiseziele wie Songkhla (1,4 Millionen) und Phang Nga (650.000).

Faktoren für das Wachstum weniger bekannter Städte:

  • Der Wunsch, überfüllte Reiseziele zu vermeiden
  • Die Suche nach neuen und einzigartigen Erlebnissen
  • Der Einfluss von Bewertungen in sozialen Medien
  • Die steigende Popularität des religiösen Tourismus

Für Unternehmer eröffnet sich hier eine vielversprechende Chance. Durch wertschöpfende Angebote wie kulturelle Aktivitäten, Bauernhofbesichtigungen, Naturcamps oder spezialisierte Bewertungs- und Buchungsplattformen für diese Regionen können Unternehmen von einem wachsenden Markt profitieren.

Auch internationale Reisende entdecken neue Ziele
Dieser Trend zeigt sich ebenfalls bei internationalen Touristen. Laut 2025 veröffentlichten Daten von Agoda suchen Reisende zunehmend nach Sekundärdestinationen – und das mit einer um 15 % höheren Wachstumsrate als bei Top-Destinationen.

Diese Entwicklung ist besonders in wichtigen asiatischen Quellmärkten wie Indien, Indonesien, Japan, Malaysia und Thailand sichtbar, wo die jeweiligen Tourismusministerien aktiv für weniger bekannte Reiseziele werben.

Auch Daten von Airbnb aus dem Jahr 2024 zeigen, dass internationale Reisende verstärkt weniger bekannte Destinationen in Thailand ansteuern und sich von traditionellen Hotspots abwenden.

Die Provinz Mae Hong Son im Norden Thailands verzeichnete dabei den stärksten Zuwachs: Die Suchanfragen von Airbnb-Gästen stiegen im ersten Quartal 2024 im Jahresvergleich um rund 150 %. Besonders der Bezirk Pai, bekannt für seine Mischung aus Natur, Kultur und Freizeitangeboten, zieht internationale Besucher an.

Im Süden folgte Trang mit einem Anstieg der Suchanfragen um nahezu 140 %. Ayutthaya in Zentral-Thailand sowie Satun an der Grenze zu Malaysia belegten den dritten und vierten Platz, gefolgt von Phetchaburi auf Rang fünf.

Förderung von Sekundärstädten für nachhaltiges Wachstum
Die World Bank betont, dass Sekundärstädte eine Schlüsselrolle für die nächste Phase eines ausgewogenen und inklusiven Wachstums Thailands spielen. Das Konzept eines „Portfolios von Orten“ besagt, dass ein Land unterschiedliche Städte mit verschiedenen Funktionen benötigt, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

Viele dieser Städte fungieren bereits als regionale Wirtschaftszentren mit vielfältigen Industrien und Sektoren. In den vergangenen Jahren lag das Pro-Kopf-BIP-Wachstum in thailändischen Sekundärstädten nahezu 15-mal höher als in Bangkok. Besonders Städte in der Nähe Bangkoks oder entlang der Küstenregionen verzeichneten deutliche Produktivitätssteigerungen.

Die gezielte Entwicklung dieser Städte kann dazu beitragen, wirtschaftliches Wachstum breiter zu verteilen, Überlastungen in Großstädten zu reduzieren und eine diversifiziertere Wirtschaftsstruktur zu schaffen. Gleichzeitig entstehen neue wirtschaftliche Chancen für Bevölkerung und Unternehmen, was zur Armutsminderung in umliegenden ländlichen Gebieten beitragen kann.

Gezielte Investitionen in Infrastruktur, Humankapital und institutionelle Kapazitäten sowie eine angepasste Zusammenarbeit zwischen Zentral- und Lokalregierungen könnten die Produktivität weiter steigern, das Wachstum ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit Thailands insgesamt stärken.

Thailand fördert gezielt weniger bekannte Städte
Thailand treibt im Jahr 2025 aktiv die Förderung des Tourismus in Sekundärstädten voran, um Überfüllung in Großstädten zu verringern, Einkommen gerechter zu verteilen und nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven für lokale Gemeinschaften zu schaffen. Besonders relevant ist diese Strategie angesichts der steigenden Nachfrage nach authentischen, weniger frequentierten Reisezielen – darunter auch heilige Stätten und gemeindebasierter Tourismus.

Im Folgenden einige dieser weniger bekannten Städte, die mit Natur, Kultur und Geschichte überzeugen:

Nan

Bekannt für alte Tempel und eine ruhige Naturlandschaft, darunter Phra That Chae Haeng, Wat Phumin mit dem Wandgemälde „Whisper of Love“ sowie die traditionellen Salzbrunnen von Sinthao.

Ubon Ratchathani

Berühmt für seine Isaan-Kultur und Naturschönheiten wie Kaeng Hin Ngam, ideal zum Rafting in der Regenzeit. Wat Sirindhorn Wararam Phu Phrao beeindruckt mit seinem illuminierten Ubosot und markanter Architektur.

Suphan Buri

Nur eine kurze Entfernung von Bangkok entfernt und ideal für Tagesausflüge. Angeboten werden landwirtschaftliche und gemeinschaftsbasierte Tourismusprojekte wie das Thai Farmer’s Way of Life and Spirit Learning Centre (Na Hia Chai) sowie der historische Sam Chuk Old Market.

Chanthaburi

Eine Provinz, die Meer, Obstkultur und Geschichte vereint. Beliebte Ziele sind der Chao Lao Beach, der Pliew-Wasserfall sowie der heilige Berg Khao Kitchakut und die spirituelle Höhle Tham Khao Kaeo.

Nakhon Si Thammarat

Bietet ruhige Strände wie Khanom Beach mit Blick auf den Golf von Thailand. Bedeutend ist zudem Wat Chedi, ein verehrter spiritueller Ort für Gebete und religiöse Rituale.


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